Türen im Bereich der Fluchtwege

Tueren in öffentlichen Räumen

Immer wieder stellt sich gerade bei Funktionstüren die Frage der Fluchtwege. Da werden Brandschutztüren und oder Rauschschutztüren gefordert, aber ob es sich bei der Tür um einen Fluchtweg handelt, dass wir sehr oft übersehen. In den Beitrag möchten wir Ihnen das Thema mal etwas näher bringen und Sie dafür sensibel machen, denn jeder von uns kann in die Situation kommen und muss dann Fluchtwege nutzen. Und dann müssen die Türe eine optimale Flucht gewährleisten. Im ersten Teil dieser kleinen Serie beschäftigen wir uns erst mal um die Größen

Fluchtwege – Mindestmaße

Das Mindestmaß für einen Fluchtweg richtet sich nach dem Einsatzgebiet.Unterschieden wird grundsätzlich zwischen allgemeinen bzw. privaten Einsatz, Arbeitsstätten sowie speziellen Bereichen wie Krankenhäuser und Verkaufsräume.

Normen und Bestimmungen

DIN 33402 Teil 4 „Körpermaße des Menschen“

Entsprechend den Körpermaßen des Menschen ist allgemein ein lichter Durchgang von 1923 mm in der Höhe und 560 mm in der Breite erforderlich. Bei einem Baurichtmaß in der Höhe von 2000 und 2125 mm ist diese Regel in der Höhe gegeben.

DIN 18025 Teil 1 „barrierefreie Wohnungen“

Für Türen in barrierefreie Wohnungen und Wohnungsanlagen, d.h. für Rollstuhlnutzer gilt ein lichter Durchgang von mindestens 900 mm. Die Tür darf nicht in Sanitärräume schlagen und große Glasflächen müssen kontrastreich gekennzeichnet und bruchsicher sein. Untere Türanschläge und -schwellen sind grundsätzlich zu vermeiden. Soweit sie technisch unbedingt erforderlich sind, dürfen sie nicht höher als 20mm sein.

DIN 18025 Teil 2 „barrierefreie Wohnungen“

Türen in barrierefreien Wohnungen müssen eine lichte Breite von mind. 800 mm haben. Hauseingangs- und Wohnungseingangstürenmüssen eine lichte Breite von mindestens 900 mm haben. Die Tür darf nicht in Sanitärräume schlagen und große Glasflächen müssen kontrastreich gekennzeichnet und bruchsicher sein. Untere Türanschläge und -schwellen sind grundsätzlich zu vermeiden. Soweit sie technisch unbedingt erforderlich sind, dürfen sie nicht höher als 20mm sein.

Landesbauordnung

Die Bauordnung der einzelnen Länder trifft kaum Regelungen für Mindestmaße. Zum Teil wird bei der Tür in Zugängen, insbesondere für die Feuerwehr ein Mindestmaß 1000 x 2000 mm gefordert. Für Türen in baulichen Einrichtungen mit allgemeinem Besucherverkehr oder solche, die häufiger von Behinderten, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern aufgesucht werden, fordert die Bauordnung einiger Länder eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 950 mm.

Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 10/1

In einer Arbeitsstätte im Rahmen eines Gewerbebetriebes muss die lichte Höhe über den Wegen mindestens 2000 mm betragen. Die Breite richtet sich üblicherweise nach der Anzahl der Personen im sogenannten „Einzugsgebiet“

  • bis 5 Personen 875 mm
  • bis 20 Personen 1000 mm
  • bis 100 Personen 1250 mm
  • bis 250 Personen 1750 mm
  • bis 400 Personen 1750 mm

Bei Wegen, die nur zur Bedienung und Überwachung von Anlagen dienen, können diese Maße unterschritten werden (Mindestmaße ist 500 x 1800 mm)

Natürlich sind diese Angaben nicht vollständig, deshalb klären Sie mit Ihrem zuständigen Bauamt die Mindestmaße der Türen ab. Nicht das es bei der Abnahme eine „böses Erwachen“ gibt. Auch ist wichtig welche Brandschutztür oder Rauchschutztür benötigt wird.

Ihr Tuerenblog-Team

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