Corona erschwert die Lage der Obdachlosen

Der Schmerz von Vinson Tan (pixabay)
Spende an die Berliner allgemeine Wohlfahrtspflege GEBEWO für Obdach und Beratung

Ein Leben auf der Straße war noch nie leicht. Die Lage der Obdachlosen ist durch die Pandemie allerdings noch elender geworden. Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) steigt die Zahl der Wohnungslosen stetig an. Mittlerweile liegt die Schätzung bei 678.000 Menschen (Stand 2020). Vor fünf Jahren waren es noch 335.000 Wohnungslose.

Das Gesundheitsrisiko steigt, Hilfsstellen fahren ihre Angebote zurück und die Menschen spenden weniger. So wurden in Berlin Kältestationen, Nachtcafés, Tafeln und Suppenküchen zurückgefahren oder gleich ganz geschlossen. Denn viele wurden durch ältere Ehrenamtliche geführt, die altersbedingt zur Risikogruppe gehören. Ebenso können Notunterkünfte aufgrund der Abstandsregeln nicht mehr so viele Hilfesuchende aufnehmen.

Obdachlose Menschen sind gesundheitlich eine sehr gefährdete Gruppe. Normale Annehmlichkeiten, wie Toilette, Dusche und saubere Kleidung sind nicht selbstverständlich. Das Leben im Freien bei Wind und Wetter ist eine Herausforderung an Körper und Geist. Neben den Gesundheitsrisiken müssen Obdachlose mit weiteren Auswirkungen kämpfen. Menschen scheuen inzwischen den Kontakt zu ihnen und spenden viel weniger. Hinzu kommt, dass durch den Lockdown weniger Menschen draußen unterwegs sind. Es fallen die typischen Einnahmequellen weg, wie Flaschensammeln oder Bettel-Möglichkeiten auf öffentlichen Plätzen. Aufmerksame Passanten melden im Winter Menschen in Not. Da Restaurants, Theater und Bars geschlossen sind und das öffentliche Leben ist eingefroren und alle zu Hause bleiben, erreichen auch die Kältebusse deutlich weniger Anrufe.

Spende an die Berliner allgemeine Wohlfahrtspflege GEBEWO für Obdach und Beratung

Es ist besonders in dieser unsicheren Zeit wichtig nicht wegzusehen. Deshalb unterstützen wir von HaBeFa.de unter anderem die allgemeine Wohlfahrtspflege GEBEWO aus Berlin mit einer Spende. Das Geld hilft dabei die Arbeit der Wohlfahrtspflege fortzuführen, um der steigenden Anzahl Hilfesuchender einen Schutzraum und Beratung zu bieten. 

Spendenbescheinigung von der allgemeinen Wohlfahrtspflege GEBEWO

Wir bedanken uns bei unseren Kunden. Sie bringen uns Jahr für Jahr Vertrauen entgegen und haben uns zu Ihrem Lieferanten gewählt. Ohne Sie als Kunde wäre eine solche Spende zugunsten der Obdachlosen vor Ort gar nicht möglich.

Was macht die allgemeine Wohlfahrtspflege GEBEWO?

Die GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH wurde im Jahr 1994 mit dem Ziel gegründet, Menschen in besonderen Notlagen zu helfen. Die Wohlfahrtspflege unterhält gegenwärtig verschiedene Einrichtungen in den Bereichen:

  • Wohnungslosenhilfe und Prävention
  • Eingliederungshilfe
  • Hilfe für Frauen

Die GEBEWO betreibt in Berlin mehrere Unterkünfte für wohnungslose Menschen. In diesen Wohnungen leben Menschen, die ihre Unterkunft verloren und es aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr gewohnt sind, in einem eigenen Haushalt zu recht zukommen. Sozialarbeiten helfen ihnen dabei ihre persönliche Situation zu klären und nach und nach wieder Fuß zu fassen. So dass sie letztendlich wieder eigenständig in einer Wohnung leben können und ihr Leben meistern. Um an bezahlbare Wohnungen bereit zu stellen arbeitet die GEBEWO z.B. mit dem Wohnungsbauunternehmen Gesobau zusammen.

Übergangshaus in Pankow – 46 Menschen können hier vorrübergehend wohnen 

Von 2017 bis 2019 baute die GEBEWO zusammen mit der Bürgerstadt AG das Übergangshaus Pankow. Das Haus bietet 46 wohnungslosen Menschen ein vorübergehendes Heim sowie und Unterstützung, um eine eigene Wohnung zu finden. Seine Türen öffnete das Übergangshaus Pankow im August 2019. Die Leute, die hier leben sind sehr verschieden. Gemeinsam haben sie allerdings, dass sie durch den angespannten Wohnungsmarkt keine neue Wohnung finden. Das Übergangshaus Pankow bietet wohnungslose Frauen und Männern eine Unterkunft sowie Begleitung und Beratung, um ein wieder ein normales Leben zu führen und eine eigene Wohnung zu finden. Das Haus ist auch für rollstuhlfahrende Menschen zugänglich. Der Film zeigt das Leben im Haus nach der Eröffnung:

Übergangshaus in Pankow nach der Eröffnung

Mit Kraft durch die Krise – Frauen des Verbundwohnens Berlin-Mitte stellen ihr Lieblingswerk vor

Psychisch kranke, traumatisierte und wohnungslose Frauen brauchen zum einen eine gesicherte und geschützte Unterkunft und zum anderen Unterstützung, um ihr Leben zu stabilisieren. Das Verbundwohnen in Berlin-Mitte von der GEBEWO bietet so einen Ort und die Unterstützung. Ein Weg zurück zur Normalität ist sich kreativ auszudrücken. Im Atelier des Hauses können sich die Frauen durch Malen, Zeichnen, Töpfern und Nähen ausdrücken. Anlässlich der Aktionswoche von dem Aktionsbündnis „Seelische Gesundheit“ wurde im Oktober 2020 ein Film gezeigt, der die Lieblingswerke vorstellt. Das ist dieser Film:

Frauen des Verbundwohnens Berlin-Mitte zeigen ihre Arbeiten

Ihr Türenblog Team

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