Für wen ist eine Brandschutztür für den Außenbereich sinnvoll?

Brandschutztüren für außen
Barandschutztüren im Außenbereich - Ratschläge zu Funktion und Einbau

Die T30 H3 OD Brandschutztür ist speziell für den Außenbereich konzipiert. Diese Tür verhindert nicht nur die Ausbreitung des Feuers von innen nach außen eines Gebäudes für einen gewissen Zeitraum, sie schützt zusätzlich auch vor schlechten Wettereinflüssen. Die Flammenausbreitung wird durch brandhemmende Wände und dieser Feuerschutztür vorgebeugt. Die Menschen im Gebäude können das Gebäude schnell und sicher über die gesicherten Korridore verlassen, ohne von den Flammen eingeschlossen zu werden. Auch Gebäudeteile lassen sich durch die Brandschutztür abgrenzen und Brandabschnitte sichern. Auch die Feuerwehr profitiert von einer Brandschutztür, denn sie hat so die Chance, das Feuer schneller und effizienter unter Kontrolle zu bringen.

Es gibt unter anderem die Feuerwiderstandsklassen nach DIN EN 1634-1:

  1. T30 (Die Tür ist feuerhemmend und hält dem Feuer 30 min stand.)
  2. T60 (Diese Tür ist feuerhochhemmend und hält das Feuer 60 min lang in Schacht.)
  3. T90 (Hier ist die Tür feuerbeständig und schafft es, dem Feuer 90 min lang Stand zu halten.)

Bei der Auswahl der Widerstandsklasse kommt es darauf an, für was das entsprechende Gebäude genutzt wird und wie die Wand aufgebaut ist. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie das zuständige Amt an, denn das nimmt auch die Abnahme des Elements an. Empfehlenswert ist es immer, sich schriftlich bestätigen zu lassen, welche Tür eingebaut werden soll.

Die Brandschutztüren gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie können aus Stahl, Aluminium oder Holz gebaut sein. Optional mit einem runden oder viereckigen Glasausschnitt, welches aus einem speziellen Feuerschutzglas besteht und ebenfalls die Ausbreitung des Feuers für einen bestimmten Zeitraum verhindert.

Wichtig ist, dass…

..eine Brandschutztür mit einem Federband ausgestattet oder einem Obentürschließer ist. Durch diese Komponenten ist die Tür selbstschließend. Jede Feuerschutztür ist selbstschließend und mit einem Federband ausgestattet. Erst ab einen Flügelgewicht von 80 kg wird ein Obentürschließer verbaut. Außerdem muss die Tür einwandfrei funktionieren. Verantwortlich dafür ist der Besitzer der Tür. Es muss regelmäßig geprüft werden, ob die Tür feuerbeständig ist. Und natürlich müssen alle Brandschutzkomponenten vorhanden und bauaufsichtlich zugelassen sein.

Was unterscheidet eine Brandschutztür für den Außenbereich von einer Brandschutztür für den Innenbereich?

Nicht nur in der Zulassung unterscheiden sich die Brandschutztüren für den Innen- und Außenbereich, auch haben sie unterschiedliche Leistungseigenschaften. Die Außenbrandschutztür ist außerdem mit zusätzlichen Komponenten ausgestattet. Im Gegensatz zur Innentür trennt eine Außentür den Innenbereich vom Außenbereich ab. Das Innenklima wird vom Außenklima abgegrenzt und die klimatischen Differenzen werden ausgeglichen. Die Außentür muss den verschiedenen Wettereinflüssen, wie Regen, Sturm und Wind standhalten und wird bezüglich der Leistungseigenschaften nach EN 14351-1 geprüft.

Zum Einsatz kommen die Türen an vielen Orten. So werden sie beispielsweise an Hausaußenwänden eingesetzt, damit im Fall eines Brandes sich der Brand nicht zum Nachbargebäude ausbreitet. Die Gebäude müssen mindestens 5 Meter Abstand zueinander haben, damit keine Brandschutztür eingebaut werden muss.

Bei einem Brand in der Garage kann eine eingebaute Außenbrandschutztür die Flammenausbreitung von der Garage zum Haus verhindern. Außerdem sind die in vielen öffentlichen Gebäuden an den Außenwänden zu finden, sowie beim zurückversetzten Ausgang eines notwendigen Treppenhauses. Meist werden sie an dicht bebauten Grundstücken eingesetzt. Pflicht sind sie außerdem bei Gebäudeabschlusswänden, welche als Brandwände eingestuft worden sind.

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Was bedeutet die Bezeichnung T30-1 H3 OD von der Brandschutztür?

T30-1 = Wie oben bereits erwähnt bedeutet T30, dass die Tür mindestens 30 Minuten lang dem Feuer standhält. Die Zahl dahinter, in diesem Fall 1, ist die Anzahl der Türflügel.

H3 = Ist der Türtyp.

OD =  Die Tür ist vollflächig verklebt.

Und was bedeutet die Klassifizierung EI2 30-Sa-C5 von der Brandschutztür von für den Außenbereich?

E = Raumabschluss

Die Tür schließt einen Raum ab und trennt Ihn von einem anderen Bereich ab. Im Fall eines Brandes, werden die Räume voneinander getrennt, sodass sich das Feuer nicht in den Räumen verteilen kann.

I1/2 = Isolation

Das Feuer wird eingegrenzt und somit von anderen Räumen isoliert. Außerdem wird die Oberflächentemperatur begrenzt. Dabei ist I1 die Begrenzung der Oberflächentemperatur an der feuerabgekehrten Türseite bei einem Messbereich von 25 mm Abstand zum Rand und I2 bei einem Messbereich von 100 mm Abstand zum Rand.

30 = Ist die Zeit in Minuten, bei dem die Tür dem Feuer standhält.

C = beschreibt die Selbstschließende Funktion der Tür. Dabei gibt es 6 Klassen, welche selbstschließende Zyklen darstellen. Bei Stufe C5 wird die Tür mindestens 200.000 Zyklen durchhalten. Bei C0 hält die Tür ca. 1 und 499 Zyklen aus.

Sa = kalter Rauch

Die Brandschutztür ist Luftdicht bei einer normalen Raum- bzw. Umgebungstemperatur. Unterschieden wird bei der Rauchfestigkeit noch einmal zwischen S200 und Sa. Sa bedeutet, dass die Tür bei kalten Umgebungstemperaturen rauchdicht ist. S200 bedeutet, dass die Tür nicht nur bei den Umgebungstemperaturen rauchdicht ist, sondern auch bei einer Temperatur von 200 Grad standhält und die Tür dicht abschließt.

Achtung! Eine Feuerschutztür hat nicht automatisch nach DIN 18263 die Rauchdichtigkeit

Eine Rauchschutztür verhindert im Brandfall, dass sich lebensbedrohliche Rauchgase in weitere Räume ausbreiten. Genauso wie Brandschutztüren, müssen auch Rauchschutztüren selbstschließend sein. Um die Selbstschließung zu gewährleisten, wird ein Obentürschließer an der Tür verbaut. Des Weiteren ist es wichtig, dass die Tür einen Türabschluss hat. Eine absenkbare Bodendichtung könnte hier an der Tür verbaut werden, damit die Tür kein Rauch durchlässt. Die genauen Regelungen von Rauchschutztüren sind in DIN 18095 geregelt. Ist eine Tür rauchgeschützt, dann wird die Tür mit RS abgekürzt.

Auf die Einbaulage der Brandschutztür kommt es an!

Wird die Außenbrandschutztür unter einem Vordach oder Laubengang eingebaut, ist sie in der Regel vor Hagel, Regen und Schnee geschützt. Der Innenbereich des Gebäudes bleibt trocken. Die Tür befindet sich somit in einer geschützten Lage.

Wird die Außentür nicht unter einer Bedachung eingebaut, ist sie der direkten Bewitterung ausgesetzt und befindet sich in einer ungeschützten Lage. Wenn es regnet, läuft das Wasser an der Wand entlang und gelangt oben und unten an den Türkanten in das Gebäude hinein. Dadurch können Schäden an den inneren Einrichtungsgegenständen entstehen. Um dies zu vermeiden, kann die Tür mit wetterfesten Zusatzkomponenten ausgerüstet werden.

Meine Tür befindet sich in einer ungeschützten Lage. Gibt es zusätzliche Sicherheiten für schlechte Wettereinflüsse?

Damit der Regen nicht in den inneren Bereich des Gebäudes fließt, wird die Tür mit einer Regenleiste aus Aluminium oder Stahl ausgestattet. Eine Regenleiste wird am oberen Türabschluss auf dem Türblatt montiert. Somit kann das Wasser nicht zwischen dem Türblatt und der Zarge entlang fließen. Der Schlagregen wird dadurch abgewehrt. Die Regenleiste wird immer empfohlen, wenn eine Außentür nach außen öffnend eingebaut wird.

Zusätzlich wird ein Wetterschenkel unten an der Türkante angebaut. Ein Wetterschenkel ist ein abgeschrägtes Zusatzprofil, welches das Wasser abweist, welches bei schlechtem Wetter unter der Tür in das Gebäude gelangen kann. Ein Wetterschenke ist bei einer Außentür immer zu empfehlen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Tür nach außen oder nach innen öffnet.

Durch ein Türabschluss wird der Innenbereich eines Gebäudes durch äußere Einflüsse, wie der Kälte  oder vor Wind geschützt. Wärmegedämmte Türen benötigen ebenfalls einen Türabschluss und dazu noch einen Profilzylinder. Im Zusammenhang mit einer Regenleiste kann der Türabschluss auch vor Schlagregen schützen. Türabschlüsse gibt es in verschiedenen Ausführungen. Das Türblatt ist im Standard immer nur 3-seitig gefälzt. Wenn ein Türabschluss benötigt wird, besteht die Option, dass das Türblatt 4-seitig gefälzt wird. Angebaut kann auch eine absenkbare Bodendichtung oder eine Schleifdichtung.

Außentüren sind unterschiedlichen Wettereinflüssen ausgesetzt. Sie können allerdings auch keiner direkten Bewitterung ausgesetzt sein. Beispielsweise ist dies der Fall bei einer Tiefgarage. Dort werden Außentüren eingebaut. Allerdings sind sie nie dem schlechten Wetter ausgesetzt. Ein Bodenabschluss ist hier trotzdem empfehlenswert, da so die Temperatur in den Innenräumen aufrechterhalten werden kann.

Wem empfehlen wir die Brandschutztür für den Außenbereich?

Allen, die eine bauaufsichtliche zugelassene, feuerhemmende Tür für den Außenbereich suchen. Dazu zählt, dass sie zum einen vor schlechten Wetterverhältnissen schützt. Gleichzeitig wird im Fall eines Brandes die Ausbreitung zum Nachbargebäude verhindert.

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Ihr Türenblog Team

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