Gefahr bei Feuer – wie die Rauchschutztür Leben rettet

Sicherheit durch Brand- und Rauchschutztüren

Entfacht sich in einem Gebäude Feuer, müssen Menschen vor Rauch und Flammen geschützt sein. Um einen sicheren Weg aus dem Gebäude zu ermöglichen, werden Flure und Räume vor den Flammen abgegrenzt. Nur so können alle das Gebäude eilig und sicher verlassen. Um eine schnelle Ausbreitung zu verhindern, wird zum Beispiel die feuerbeständige T90 FSA 62 Stahl-Feuerschutztür mit Rauchschutz der Marke Teckentrup in Gebäuden verbaut.

T90-1/2-FSA 62 RS im Sondermaß

Geprüft ist die Tür nach EN 1634-1 (DIN 4102). Dort werden Begriffe, Anforderungen und Prüfungen von Brandschutztüren geregelt. Diese Tür kann einflügelig oder zweiflügelig gebaut werden. Wichtig ist, dass die Tür vom DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) bauaufsichtlich zugelassen ist. In Deutschland hat jedes Bundesland eine eigene Bauordnung, bei der gesetzliche Vorgaben für den Brandschutz geregelt werden.

Gekennzeichnet sind die Feuerschutztüren durch ein Zulassungsschild auf dem Türblatt, welches nicht entfernt werden darf. Die Montagefirma, welche die Tür einbaut, muss mit einer Übereinstimmungserklärung nachweisen, dass die Tür fachmännisch eingebaut wurde. Der Brandschutzbeauftrage entscheidet, wo eine Brand- und Rauchschutztür eingebaut werden muss.

Stahl, Aluminium und Holz, das sind die hauptsächlichen Materialien, aus der Brand- und Rauchschutztüren gefertigt werden. Ebenso sind feuerfeste Glaseinsätze möglich. Bei reinen Rauchschutztüren sind keine speziellen Glasscheiben erforderlich, die Verglasungen müssen allerdings bruchsicher sein. Außerdem ist es verboten, dass die Zusammensetzung des Glases nur thermoplastische Werkstoffe beinhaltet.

Wenn die Türen in öffentlichen Gebäuden eingebaut werden, die Rettungswege beinhalten, dann dürfen die Rauchschutztüren keine Anschläge oder Schwellen besitzen. So wird die Stolpergefahr verringert. Im Brand- und Rauchfall muss ein hindernisloser Weg nach draußen für die Menschen gewährleistet sein. Denn im Gegensatz zur Brandschutztür, welche ca. 90 Minuten dem Feuer standhält, hält die Rauchschutztür nur ca. 10 Minuten dem Rauch stand. Genehmigt werden ausschließlich Flachrundschwellen mit einem kreisförmigen Querschnitt.

Die T90-1/2-FSA 62 RS Tür ist von der Firma Teckentrup mit einer Türblattdicke von 62 mm konzipiert worden. Sie ist mit einem Obentürschließer und einer absenkbaren Bodendichtung ausgestattet.

Die Bezeichnung des Teckentrup Feuerschutzabschlusses bedeutet:

  • T90-1/2 Die Tür besitzt die Feuerschutzklasse T90 und verhindert ca. 90 Minuten lang eine weitere Ausbreitung des Feuers. Die 1 und 2 gibt die Anzahl der Türflügel an.
  • FSA ist der Name der Brandschutztür.
  • 62 gibt die Türblattdicke an.
  • RS steht für den Rauchschutz.

einflügelige T90 Brandschutztüren mit Rauchschutz
zweiflügelige T90 Brandschutztüren mit Rauchschutz

Achtung bei Rauchschutztüren: Zulassung erforderlich!

Bitte merken: Hat eine Brandschutztür eine absenkbare Bodendichtung und einen Obentürschließer, ist sie nicht automatisch eine Rauchschutztür. Sofern die Tür keine Rauchschutzkennzeichnung durch ein Zulassungsschild besitzt, ist sie trotz der rauchdichten Ausstattung keine Rauchschutztür.

Meine Tür ist dichtschließend. Bedeutet das, dass sie mich vor Rauch schützt?

Dichtschließende Türen sind nicht normiert. Sie haben mindestens eine dreiseitige Dichtung und ein stumpfes oder gefalztes Türblatt. Eine Bodendichtung ist bei dichtschließenden Türen nicht Pflicht. Das unterscheidet eine dichtschließende Tür von einer rauchdichten Tür. Während bei rauchdichten Türen der Rauch zurückgehalten wird, kann der Rauch bei dichtschließenden Türen durch den unteren Türspalt gelangen. Außerdem sind dichtschließende Türen nicht immer selbstschließend. Das sind sie nur, wenn es gefordert ist. Pflicht ist allerdings ein rauchundurchlässiges Schloss, sprich der Profilzylinder.

Somit schützen dichtschließende Türen nur bedingt vor Rauch. Spätestens durch den unteren Türspalt gelangt der Rauch in die Nebenräume.

Rauch – die unterschätzte Gefahr bei Bränden

Kommt es zu einem Brand, entsteht nicht nur Feuer, sondern auch gefährlicher Rauch, welcher nicht zu unterschätzen ist. Tatsächlichersticken viele Menschen bereits vorab oder sterben an einer Rauchgasvergiftung, bevor sie im Feuer verbrennen. Rauch schadet Menschen enorm. Rauch ist ein Aerosol aus Staubpartikeln und Tröpfchen unterschiedlicher Flüssigkeiten, die beim Verbrennen entstehen. Um eben diesen Erstickungstod zu vermeiden, kommen Rauchschutztüren zum Einsatz.

Rauchdichte Abschlüsse behindern den Rauch dabei, sich weiter innerhalb eines Gebäudes auszubreiten. Sie werden in der DIN EN 1634-3 geregelt und nach DIN 18095-1 geprüft, welche baurechtlich als technische Baubestimmung eingeführt wurde. Türen, die rauchdicht sind, bedürfen einem Prüfzeugnis von einer anerkannten Prüfstelle, welche bauaufsichtlich zugelassen ist.

In jedem Fall sollten 1-flügelige Türen eine dreiseitige umlaufende Dichtung und einen Türabschluss, wie eine absenkbare Bodendichtung, besitzen. Nur so kann gewährleistet werden, dass kein Rauch durch die Tür dringt.

Bei 2-flügeligen Türen ist eine zusätzliche Dichtung der Mittelfalz erforderlich. Nach europäischer Klassifizierung werden Rauchabschlüsse zwischen zwei Arten, dem kalten Rauch (Sa) und dem heißen Rauch (S200) unterschieden. Der kalte Rauch ist genauso warm wie die Umgebungstemperatur. Der heiße Rauch hat eine Temperatur von min. 200°C. Bei der T90-1/2-FSA 62 RS Brandschutztür ist deshalb auch die Dauerfunktionstüchtigkeit gegeben.

Was kann ich tun, wenn meine Brandschutztür offen stehen soll?

Obentürschließer sind bei Rauchschutztüren vorgeschrieben. Er sorgt dafür, dass sich die Tür selbst schließt. Nach DIN EN 18095 dürfen nur die Türschließer eingebaut werden, welche eine hydraulische Dämpfung haben und sich mit ihrer gespeicherten Energie schließen können.

2-flügelige Türen sind mit einer Schließfolgeregelung ausgestattet, so dass sie sich in der richtigen Reihenfolge komplett schließen.

Breitet sich Rauch aus, muss die T90-Tür geschlossen sein. Im Alltag kommt es aber auch oft vor, dass es praktischer ist eine Brandschutztür offen stehen zu lassen. Sei es in einem Ladengeschäft oder einem Büro-Flur, wenn es lästig wird ständig hinzugehen und die Tür wieder zu öffnen. Im Fall eines Brandes schließen sich diese Brand- und Rauchschutztüren automatisch mittels einer Feststellanlage. Dabei erkennen ein oder mehrere integrierte Rauchmelder die Gefahr und schließen die Tür im richtigen Moment automatisch.

Wann sollte ich mir Gedanken über den Kauf einer T90 Brandschutztür vom Typ FSA 62 RS machen?

In erster Linie bestimmt der für Ihr Gebäude zuständige Brandschutzbeauftragte, welche Mindestanforderungen die Brandschutztüren bei Ihnen haben. Viele lassen sich auch von der Feuerwehr beraten. Darüber hinaus empfehlen wir die Tür jedem, der eine  leistungsstarke und feuerbeständige Brand- und Rauchschutztür sucht.

Aktion: T90-Türen mit Rauchschutz im Sondermaß

Bei unserem Partnershop HaBeFa.de läuft derzeit eine Aktion zu T90 Brandschutztüren mit Rauchschutz der Marke Teckentrup. Gerade wenn Sie 1- oder 2-flügelige Türen in Sondergrößen suchen, werden Sie hier fündig. Alle Türen sind mit einer absenkbaren Bodendichtung sowie mit einer Eckzarge für Mauerwerk und Beton ausgestattet. Wer keine absenkbare Bodendichtung braucht, kann auf eine günstigere Schleifdichtung ausweichen. Wer auf mehr Sicherheit setzt, sollte eine 3-Punkt- oder Mehrfachverriegelung in Betracht ziehen. Die Aktion läuft von September bis Oktober 2020:

einflügelige T90 Brandschutztüren mit Rauchschutz
zweiflügelige T90 Brandschutztüren mit Rauchschutz

Ihr Türenblog Team

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